Eigenheim bauen in Hessen

Der Begriff der Nachhaltigkeit im ökologischen Sinn wurde bereits im frühen 18. Jahrhundert angesichts einer fortschreitenden Holznot von Carl von Carlowitz geprägt. So war diese Not denn auch Grund für die heute gängige Forstwirtschaft in unseren Breiten, welche die mittelalterliche unkontrollierte Ausbeutung der heimischen Wälder ablöste. Heute umschreibt der Begriff der Nachhaltigkeit einen Blick auf die Zusammenhänge des Gleichgewichts zwischen Regenerierung und Nutzung verschiedenster natürlicher Ressourcen.

Gründe für nachhaltiges Bauen

Haus in Hessen nachhaltig bauen

Lange glaubten die Menschen, dass die Gaben der Natur nahezu unerschöpflich seien und nahmen Sie ganz selbstverständlich in Anspruch. Heute wissen wir jedoch, dass wirmit der Ausbeutung der natürlichen Resourcen an Grenzen stoßen und unsere Art, Energie und Ressourcen zu verbrauchen, die Umwelt langfristig gefährdet. Auch für Bauberater, Architekten, Bauunternehmen und Bauherren wird nachhaltiges Bauen zunehmend ein wesentliches Thema. Der Nachhaltige Hausbau dient dabei einerseits der Umwelt, hat aber andererseits auch einen ökonomischen Aspekt: Je länger ein Gebäude genutzt werden kann, je geringer die Nutzungskosten sind und je einfacher Umbauten und Erweiterungen am Eigenheim möglich sind, umso so werthaltiger ist es auch. Nachhaltiges bauen ist also nicht allein aus ökonomischer oder soziokultureller Perspektive, sondern auch schon aus wirtschaftlicher Sicht lohnend.

Grundlagen für nachhaltiges Bauen

Nachhaltiges Bauen hat zum Ziel, den Verbrauch von Energien und anderen Ressourcen, welche zum Hausbau und Betrieb eines Hauses über seine gesamte Lebensdauer hinweg benötigt werden, möglichst einzuschränken. Dies unter dem Aspekt des gesamten Zyklus, beginnend bei der Gewinnung der Rohstoffe über den eigentlichen Hausbau bis hin zum endlichen Rückbau.

Hinterfragung des Bedarfs vor dem Hausbau

Will man nachhaltig bauen, beginnt dieser Prozess bereits vor der Planung des eigentlichen Hausbaus. So stellt sich die Frage, ob denn zur Deckung eines Wohnbedarfs der komplette Bau eines Hauses überhaupt notwendig ist oder ob auf bereits bestehenden Bestand an Wohnraum im Zuge von Umbauten zurückgegriffen werden kann.
Ebenso stellt sich die Frage über die tatsächlich benötigte Größe eines Neubaus. Wie viele Personen werden einziehen und wie viele Personen eventuell später (Kinder) noch hinzukommen? Optimale Ausnutzung der vorhandenen Raumfläche stellt einen weiteren Aspekt des nachhaltigen Bauens dar.

Minimierung des Verbrauchs an Energien im Eigenheim

Laut Europäischer Kommission entfallen auf Bau und Instandhaltung von Gebäuden inklusive elektrischer Ausstattung etwa 40 Prozent des gesamten Energieverbrauchs der EU. Hier beginnt der Ansatz des Architekten bei der Bauplanung, denn es besteht die Möglichkeit, ein Massivhaus mit ausgeglichener Energiebilanz über das ganze Jahr zu realisieren. Ebenfalls berücksichtigt in diesem Zusammenhang sollte die Berechnung des Energieaufwands bei der Herstellung der unterschiedlichen Baustoffe werden sowie deren Transport an die Baustelle. Auch der Standort eines Gebäudes ist in diesem Sinne von Belang, da Lieferanten und Besucher einen Anfahrtsweg haben, der im verkehrstechnischen Aspekt relevant ist. Thermik, Belüftung sowie Beschattung bilden weitere wichtige Aspekte bei der Minimierung des Verbrauchs an Energien, welche bereits in der Phase der Planung berücksichtigt werden sollten.

Nachhaltigkeit durch langfristige Nutzung von Gebäuden und Gebäudeteilen

Nachhaltig bauen bedeutet ebenfalls, Gebäude und Gebäudeteile einer langen Nutzungsdauer zu unterziehen, anstatt diese nach wenigen Jahren der Nutzung wieder abzureißen, um erneut mit einem Neubau zu beginnen. So nimmt man als durchschnittliche Nutzungszeit eines Hauses den Zeitraum von zwischen 50 und 100 Jahren an.
Voraussetzung für eine langfristige Nutzung sind Qualität sowie Verarbeitung der verschiedenen Baustoffe, die Beanspruchung durch die Bewohner sowie regelmäßig durchgeführte Instandhaltungsarbeiten. Nicht zuletzt hängt die Lebensdauer eines Hauses von der Art seiner Bauweise ab, weshalb sich gerade ein Massivhaus besonders für ein nachhaltiges Bauen eignet.

Nachhaltiges Bauen erfordert wiederverwendbare Materialien und Rückbaufähigkeit

Zum Bau und Betrieb eines Gebäudes eingesetzte Materialien sollten nach ihrer ursprünglichen Verwendung wieder für eine neue Nutzung eingesetzt werden können. Zu diesem Zweck sollten bei der Auswahl der Materialien folgende Aspekte beachtet werden: Es sollten homogene, so wenig als möglich unterschiedliche Baustoffe verwendet werden, um die Zahl der Entsorgungswege in Grenzen zu halten. Die Materialien sollten frei von Schadstoffen und gut trennbar sein, um eine sortenreine Trennung zu erleichtern und somit die Möglichkeit eines erneuten Einsatzes zu erhöhen.

Nachhaltiger Hausbau durch kurze Transportwege bei Bau und Betrieb

Ein weiterer, keineswegs unwichtiger Aspekt, ist die Berücksichtigung der Transportwege zur Materialbeschaffung während der Bauzeit sowie die Anfahrt von Handwerkern und späteren Besuchern und Einwohnern des fertiggestellten Hauses. Lange Fahrzeiten verursachen erhöhten Energiebedarf und somit auch höhere Kosten, welche letzten Endes einem nachhaltigen Bauen zuwiderlaufen. Dieser Umstand verbraucht Ressourcen und ist somit nicht umweltfreundlich im Sinne einer nachhaltigen Bauweise.

Nachhaltigkeit der Massivhäuser

Warum ein Massivhaus nachhaltig ist

Die hohe Speicherkapazität massiver Baustoffe sorgt für einen optimalen Wärmeschutz, indem starke Temperaturgefälle ausgeglichen werden und so die Sonnenenergie auf passive Weise genutzt werden kann. Dies spart Heizkosten und schont die Umwelt und stellt eine optimale Kombination von Ökologie und Ökonomie dar. Zudem werden Massivbaustoffe aus heimischen, natürlichen Rohstoffen hergestellt, wodurch wiederum Transport- und Energiekosten eingespart werden können. Die Materialien sollten frei von Schadstoffen und gut trennbar sein, um eine sortenreine Trennung zu erleichtern und somit die Möglichkeit eines erneuten Einsatzes zu erhöhen.

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